20. April 2015

10 ultimative Tipps zur Gestaltung des Lebenslaufes

Ein Erlebnis vor einiger Zeit hat mich sehr nachdenklich gemacht, so dass ich hier ein paar grundsätzliche Tipps zur Gestaltung des Lebenslaufes geben möchte. Es könnten noch viel mehr sein ...

Ein kleines Fotogeschäft am Stadtrand von Berlin. Ich schicke meinen Sohn los, damit er dort Fotos für eine Bewerbung machen lässt. Er kommt mit vier Abzügen auf Papier nach Hause. Auf meine Frage, warum er denn keine Digitalfotos hat machen lassen, erklärt er, dass ihm das nicht angeboten worden ist.

Auf meine Nachfrage im Laden, warum man ihm das Angebot nicht gemacht hat, sagte mir die Verkäuferin, dass er doch die Bilder einscannen könne, und sie somit ja digital hätte. Ohne Worte.

Selbst wenn ein Bewerber/einen Bewerberin heute ausnahmsweise noch eine Bewerbung im Papierformat verschickt, ist es völlig altmodisch und absolut überholt, ein Papierfoto auf das Deckblatt zu kleben.

1. Eingescannte Bilder in einer sehr guten Qualität sind Standard.

2. Auch ein Deckblatt ist absoluter Standard. Allerdings gehören neben dem Briefkopf unabdingbar

3. Informationen zum eigenen Profil mit fachlichen und persönlichen Kompetenzen (die sogenannte "3. Seite", wie man sie in der Literatur findet, suggeriert ja, dass ein Lebenslauf höchstens zwei Seiten lang sein darf, was für ein Quatsch, wenn Sie auf eine langjährige Berufserfahrung mit unterschiedlichsten Aufgaben zurückblicken können, darf der Lebenslauf natürlich länger sein und außerdem ist diese kurze Profil so wichtig, dass es nicht zum Schluss anliegen sollte, sondern dem Leser gleich Appetit auf Mehr machen soll).

Gegebenenfalls, je nach Tätigkeit und Position, können Sie noch ein

4. separates Kompetenzprofil anhängen.

5. Ganz wichtig ist es, die Schwerpunkte der jeweiligen Tätigkeiten zu beschreiben.

6. Mehr als fünf Gestaltungselemente sollten die Unterlagen nicht haben, ansonsten wird es zu unübersichtlich.

7. Referenzen sind in Deutschland immer noch unüblich, Ihre Chance, sich auch hier aus der Masse herauszuheben.

8. Nicht jede kleine Lücke muss kommentiert werden, das macht den Lebenslauf unter Umständen zu unübersichtlich.

9. Grundsätzlich gilt es, die Balance zwischen einer hohen Informationsdichte und  Übersichtlichkeit zu wahren.

10. Selbstverständlich sollten Sie auf eine korrekte Rechtschreibung inklusive Kommasetzung achten, zudem wird der Lebenslauf in den allermeisten Fällen retrograd sein.

Mehr Ideen für einen individuellen Lebenslauf, der neugierig macht und weitere Tipps zur Bewerbung unter www.mariarichter.de.

2. Februar 2015

Gute Vorsätze für das Neue Jahr

Wie sieht es aus mit den Vorhaben für das Neue Jahr?! Schon wieder schwach geworden?

Gute Vorsätze muss man nicht immer zu Silvester fassen!

Und auch nicht zum Start der neuen Woche oder zum Anfang des nächsten Monats. Jeder kann immer, von einer Minute auf die andere, etwas in seinem Leben ändern. Das müssen ja auch keine umwälzenden Veränderungen, das können auch kleine Dinge sein.

Warum ist das so schwierig, etwas zu verändern? Weil wir meistens keine genaue Vorstellung davon haben, wie etwas sein soll. Die Aussage: "Ich will abnehmen." funktioniert nicht. Warum nicht? Weil Vorsätze Ziele sind und Ziele müssen definiert sein. Sehr hilfreich hierbei ist die SMART-Formel, Ziele sollen

S = Spezifisch (präzise definiert)

M = Messbar

A = Akzeptiert (oder auch: Attraktiv und Angemessen))

R = Realistisch (möglich)

T = Terminiert
 
sein.
 
Angenommen ich bin eine Frau von 1,75m und wiege aktuell 88 Kilo. Dann kann ich mir folgendes Ziel setzen:

Am 01.01.2016 wiege ich 65 Kilo. Das ist genau definiert, messbar, attraktiv und angemessen, realistisch und terminiert. Und wenn ich zwischendurch einmal "sündige", fange ich einfach am nächsten Tag wieder an bzw. mache weiter. "Jetzt ist ohnehin alles egal." ist kontraproduktiv.
 
Wenn wir unseren Wunsch in ein Ziel formuliert haben, wirkt dieses Ziel unbewusst und wir  lenken unsere Energie dorthin, suchen uns Situationen, Gelegenheiten und Menschen, die uns unserem Ziel näher bringen. Außerdem ist es wichtig, sich Meilensteine zu setzen, die man sukzessive abarbeitet. Ist das Ziel zu groß oder zu weit entfernt, geben wir ganz schnell wieder auf. Eines meiner Lieblingssprichwörter lautet:

"Ein Weg von 1000 Meilen beginnt mit dem ersten Schritt."

Und nicht immer nur reden. Machen! Jetzt!

11. Januar 2015

22. Dezember 2014

Mit Stil in die Weihnachtsfeiertage (Maria Richter für die Berliner Morgenpost)

Ein Artikel von mir, der letztes Jahr im Dezember in der Berliner Morgenpost erschienen ist:

Mit der Familie  

In der Familie darf es gern leger zugehen, der Wohlfühlfaktor ist das A und O. Die Kleidung sollte auf jeden Fall bequem, kuschelig und gemütlich sein (damit auch nichts kneift, wenn die Weihnachtsgans verspeist ist). Das heißt nicht, dass Sie in Jogginghose und Sweatshirt auflaufen. Ein Wickelkleid, gut sitzende Strumpfhosen, ein schöner Wollpulli, ein Pashmina-Schal, gemäßigt festlich, zeigt Wertschätzung. Tragen Sie ruhig Glitzer, Pailletten, Strass oder Samt, die Männer ein schönes Hemd. Mit Kragen wirkt man ohnehin immer angezogener.
Beim neuen Freund
Wichtig ist es ja, seine Mutter auf ihre Seite zu bringen. Nicht zu aufgedonnert (Sie sind ja die Mutter der zukünftigen Enkelkinder und wollen sicher seriös wirken), aber auch nicht zu altbacken. Nichtsdestotrotz, elegant. Aber: ein Business-Outfit wie ein Hosenanzug wirkt unnahbar, wie eine ‚Rüstung‘. Eine Frau sollte zwischen acht und zwölf Accessoires haben, dazu gehören beispielsweise Schmuck, aber auch auffällige Gürtelschnallen, die Brille, die Farben der Kleidung und die Fingernägel. Halten sie sich an diese Faustregel. Apropos: "Ein Mann kann anziehen, was er will – er bleibt doch nur ein Accessoire der Frau", sagte Coco Chanel. Wenn alles überstanden ist, halte ich mich den Rat von Marilyn Monroe: "Im Bett trage ich nur ein paar Tropfen Chanel No. 5.‘“ 
In der Firma

Nicht zu aufreizend und sexy, Sie wollen ja, dass der Chef Ihnen am nächsten Tag immer noch in die Augen und nicht weiterhin in den Ausschnitt guckt. Eine gut geschnittene Hose, eine Seidenbluse (kein Polyester/Synthetik, darin schwitzt man!), hochhackige Schuhe, die so bequem sind, dass sie auch darin tanzen können.
 
Mit Freunden
 
Seien Sie niemals eleganter angezogen als die Gastgeberin/der Gastgeber, umgekehrt gilt das Gleiche. Bringen Sie ihre Gäste nicht in Verlegenheit. Fragen Sie also vorher nach, ob und welchen Dresscode es gibt. Nehmen Sie bei Schnee und Schmuddelwetter schicke Schuhe zum Wechseln mit. Mit dem „kleinen Schwarzen“ sind Sie übrigens immer richtig angezogen. Schwarz ist die eleganteste Farbe überhaupt, macht
schlank, und Schmuck kommt am besten zur Geltung. Das gilt für alle Einladungen. 

 

 

20. Dezember 2014

Geschenktipp "last minute": Ein persönliches Glückstagebuch

Mein Geschenktipp zu Weihnachten:
ein schönes kleines Büchlein, in das der Beschenkte jeden Tag eintragen kann, wofür er dankbar ist, worüber er sich freut und was ihm gut gelungen ist, z.B. von
http://www.buecher.de/shop/geschenkbuecher/glueckstagebuch/creusen-utho-eschemann-nina-ric/products_products/detail/prod_id/39680149/

oder jedes andere hübsch eingebundene Buch oder Heft.

Fragen, die dabei helfen können:
Worüber habe ich mich heute gefreut?
Was war gut, was habe ich heute (besonders) gut gemacht? 
Welche kleinen und welche großen Erfolge habe ich heute gehabt?
Was habe ich heute dazu gelernt?
Wem habe ich heute etwas gegeben? 
Wem oder was habe ich heute Aufmerksamkeit geschenkt?

17. Dezember 2014

Wir denken selten an das, was wir haben, aber immer an das, was uns fehlt. Arthur Schopenhauer

Das ist der Grund, warum ich jeden Tag drei Sachen aufschreibe, für die ich dankbar bin.

Das war zunächst gar nicht so einfach. Aber mit der Zeit habe ich gelernt, auch die kleinen Dinge zu würdigen, und nicht nur auf die großen Dinge zu achten. Da entdeckt man plötzlich viel mehr, für das man dankbar sein kann.

Ich habe wunderbare Söhne, eine erfüllende Beziehung, tolle Freunde und Freundinnen, ein Dach über dem Kopf, kann mir Essen kaufen und noch mehr. Gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit bin ich dankbar, dass ich die Energie habe, Sachen zu erledigen und zum Sport zu gehen und trotzdem die Muße finde, in Ruhe meine Zeitung zu lesen und meinen Kaffee genießen kann. Meine Nachbarin nimmt meine Päckchen in Empfang und ich kann mich revanchieren, indem ich ihre Post aus dem Briefkasten hole. 

Pearl S. Buck sagt: "Viele Menschen versäumen das kleine Glück, während sie auf das Große vergebens warten." Für etwas dankbar zu sein, macht glücklich. Viel zu oft nehmen wir Dinge als selbstverständlich an. Erst, wenn wir es verloren haben, merken wir, was wir hatten.